Timo Wopp
Auf der Suche nach dem verlorenen Witz
Am Mittwoch, den 10. April um 20 Uhr
Mi. 10.07. /// 20.00 Uhr

Timo Wopp, der Geisterfahrer auf deutschen Kabarett-Autobahnen, macht sich in seinem dritten
Abendprogramm auf die Suche nach dem verlorenen Witz. Denn Timo Wopp hat einfach keinen Bock
mehr. Keinen Bock mehr, heftiger zu sein als die Realität. Keinen Bock mehr, stärker zu polarisieren als
die Trumps dieser Welt. Keinen Bock mehr auf... ja, auf was eigentlich?! Witzig zu sein? Jokes zu reißen
wie Wölfe die Schafe im Brandenburger Land? Keine Ahnung. Klingt jetzt alles ein bisschen negativ. Weiß
er selber. Ist es aber nicht. Denn zum Glück hält sich Wopp bei seiner aberwitzigen Analyse sklavisch an
sein einziges Credo: #nofilter! Das ist total positiv und voll inklusiv. Es erlaubt ihm nämlich, sehr feinfühlig
auf den Gefühlen wirklich aller herumzutrampeln. Gern auch auf seinen eigenen. Dabei leidet er, sehr zur
Freude seiner Zuhörer, natürlich wie ein Hund. Er ist männlich, weiß, heterosexuell - kurz das größte
Opfer des öffentlichen Spottes. Aber er macht es sich nicht in der Rolle eines jammernden Ü-40-Emos
bequem. Er trauert nicht seinen verlorengegangenen Privilegien nach. Stattdessen zieht er mannhaft und
voll scharfsinniger Selbstironie in den Kampf um seine komödiantische Daseinsberechtigung, sucht
gleichermaßen verzweifelt wie erfolglos nach Exit-Optionen und jagt sein Publikum dabei über neue, noch
nicht plattgetrampelte Comedypfade. Bevor er sich schließlich seine kruden Statements selbst um die
Ohren haut, lässt der einstige Weltklassejongleur sicherheitshalber auch wieder was durch die Luft
fliegen. Warum? Weil er es kann. Noch.